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Glass Animals – verrückte Geschichten über verrückte Shows einer verrückten Band

Ein Beitrag von Sophie
vom

Im Juni haben sie uns bereits für eine Club Show in Berlin besucht und das Konzert war mindestens genauso verrückt wie der Sound der Band. Fans haben die Bühne gestürmt und den Jungs aus England spontan als Backgroundtänzern gedient. Wir haben den Berlinbesuch genutzt um mit Joe, ihrem Drummer, über die verrücktesten Shows, ihren Ideenfindungsprozess und natürlich das neue Album zu reden.

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© Glass Animals /Melt Booking

Seit der Veröffentlichung ihres ersten Albums „Zaba“ 2014 geht es für die vierköpfige Band Glass Animals aus Oxford steil Berg auf. Fernsehauftritte, ausverkaufte Shows und eine stetig wachsende Fanbase spiegeln den Erfolg der Band wieder. Dass dieser rasche Erfolg mehr als verdient ist, bewiesen sie im Sommer diesen Jahres mit dem Folgealbum „How to Be a Human Being“, dessen Songs dem altbekannten Schreibstil von Sänger und Songwriter Dave Bayley treu bleiben und dennoch komplett anders klingen als alles, was sie bisher veröffentlicht haben.

Wie gefällt es dir in Berlin?

Ich liebe Berlin, sehr sogar! Dadurch, dass ich hier schon ein paar mal Urlaub gemacht habe, mit Dave genau genommen, haben wir viel erkundet. Ich bin mit ihm in einen alten Freizeitpark eingebrochen, das war ziemlich cool. Wir sind an der Wildwasserhahn entlang gelaufen und wurden dann von einem wütendem Mann und seinem Hund rausgeschmissen. Wir waren im Berghain, das war interessant. (lacht)

Es gibt gutes Bier und Brezeln, ich mag Brezeln. Es ist cool, ein toller Ort um Zeit zu verbringen, ich bin ein Fan!

Eure Show gestern war ziemlich verrückt, wie hat sie dir denn gefallen?

Mir hat es sehr gefallen, es hat viel Spaß gemacht! Es war sehr heiß, sehr schwitzig, aber ich finde das Publikum war toll. Ich glaube es ist ganz gut gelaufen. Es ist komisch, ich hab ja nichts von dem Konzert gehört, weil ich ja gespielt habe, also weiß ich nicht wie es sich angehört hat, aber es hat sich gut angefühlt. Es ist immer toll in Berlin zu spielen, weil wir immer eine schöne Zeit hier haben. Letzten Sommer haben wir in Tempelhof beim Lollapalooza gespielt, das war auch cool.

Hat dir das Lollapalooza oder die gestrige Show mehr Spaß gemacht?

Es ist sehr unterschiedlich. Ich finde ein Festival oder eine kleine Club Show zu spielen sind so verschiedene Sachen, dass es sehr schwer ist sie zu vergleichen. Es fühlt sich intimer an wenn man eine Club Show spielt und da Leute neben dir auf der Bühne tanzen, es ist ganz anders als wenn man so weit weg von dem Publikum ist. Es ist komplett unterschiedlich, aber ich mag beides gleich gerne aus verschiedenen Gründen.

Da kletterte einer einen Mast hoch und wir durften nicht weiterspielen. Die Fans schrien ihn an. Das war krass.

Glaubst du, dass so etwas wie gestern, Menschen die auf die Bühne kommen um mit euch zu tanzen, auch noch passieren wird wenn ihr größere Konzerte spielt?

Es wird schwieriger auf die Bühne zu kommen, normalerweise ist ja überall Security, aber ich bin immer dafür, dass die Leute es versuchen.

Also versuchen wir es nächstes mal!

Ja, auf jeden Fall, ich weiß nicht wie erfolgreich ihr sein werdet, aber ich bin immer dafür!

Was war die beste oder verrückteste Show die du jemals gespielt hast?

Wir haben auf einem Festival in Washington State in Amerika gespielt, es heißt Sasquatch, das war verrückt. Ich hatte überhaupt keine Erwartungen, aber es waren so viele Menschen da. Wir waren in diesem Zelt und die Leute standen so weit ich gucken konnte, außerhalb des Zeltes, auf Eiswagen und haben versucht aus Meilen Entfernung noch etwas zu sehen. Das war wirklich überwältigend. Ich weiß noch, dass ich da saß und total geschockt war. Es war nicht so verrückt wie Leute-tanzen-auf-der-Bühne-verrückt, aber es war ein Moment an dem ich dachte: „Meine Güte, das ist ziemlich ernst.“ Da habe ich realisiert, dass das alles echt aufregend ist, vorher habe ich darüber nie viel nachgedacht.

Was haben wir noch gemacht… Wir haben bei einem Festival in Australien gespielt, was auch sehr cool ist. Kennst du diese riesigen Maste, die es überall in den großen Festivalzelten gibt? Da war dieser Typ, der es geschafft hat bis nach oben auf einen der Maste raufzuklettern, er hatte zwei Beutel Wein an seinem Gürtel befestigt und hat ihn auf die Leute gekippt. Aber dieser Mann, der für das Festival arbeitet, ist auf die Bühne gerannt und wir mussten in der Mitte des Songs aufhören zu spielen, Dave musste ihn dann irgendwie runter bekommen und meinte: „Wir können nicht weiter spielen solange du da oben bist.“, dann hat das Publikum angefangen ihn anzuschreien damit er runter kommt. Letztendlich ist er dann runter geklettert und wir konnten weiter spielen. Aber das war ziemlich cool, das war das einzige mal, wo wir in der Mitte des Songs aufhören mussten zu spielen.

Weiter geht es hier mit Seite 2 und der Frage nach den Protagonisten ihrer Songs, die Bedeutung hinter „Black Mambo“ und vieles mehr

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