So war’s beim Jenseits von Millionen 2019

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Das „Jenseits von Millionen“ ist eines dieser Festivals, die man einfach ins Herz schließen MUSS, wenn man einmal dort gewesen ist. Auch die 2019er-Ausgabe konnte dies wieder einmal unter Beweis stellen – und das obwohl das Wetter sein Möglichstes unternahm, um es den Besuchern zu versauen. Doch die liebevolle Gestaltung, eine familiäre Dorf-Atmosphäre und ein gekonntes Händchen beim Line-Up machen das Jenseits zu echten Festival-Kleinod für 2019.
Click Click Decker auf dem Jenseits von Millionen

Headliner des ersten Abends: ClickClickDecker

Irgendwo im Niemandsland von Brandenburg, genauer gesagt in Friedland in der Niederlausitz, fand auch dieses Jahr wieder an zwei Tagen das zauberhafte Jenseits von Millionen statt. Das kleine Indie-Festival ist seit über 10 Jahren eine Instanz in der Region. Organisiert und gestaltet wird es ausschließlich von Freiwilligen und für einen guten Zweck. Mehr dazu findet ihr in unserem Hauptartikel im Magazin.

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Alles ging ein wenig holprig los am ersten Festivaltag – das Wetter machte allem einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Einige Stunden trister Dauerregen am Nachmittag erschwerte den Besuchern und Künstlern das Leben und führte mit der Absage des Auftritts von Children zu einem kleinen Tiefpunkt. Doch am Abend war alles schnell wieder vergessen. Nach dem charismatischen Auftritt von Acht Eimer Hühnerherzen fangen allerspätestens mit dem phantastischen, energiegeladenen Auftritt von Say Yes Dog alle an zu tanzen. Zum Abschluss verzauberte uns der Headliner des Abends ClickClickDecker in bester Sing-Song-Writer-Manier.

Black Sea Dahu auf dem Jenseits von Millionen

Black Sea Dahú läuten den zweiten Abend ein

Am nächsten Tag entschuldigte sich das Wetter großzügig mit einem Tag voller Sonnenschein. Am Samstag konnte das Jenseits so seine volle Stärke entfalten. Das heißt: Gemütlich Eis schlecken, kühles Bierchen trinken, durchs Dorf schlendern, in den Schatten fläzen und die wunderbare, abwechslungsreiche Musik genießen! Die Berliner Newcomern Die Neue Sachlichkeit läuteten den Samstag direkt krachend ein. Anschließend konnten die gut gelaunten Besucher beim Pendeln zwischen der Bühne an der Burg Friedland und der Dorfkirche einige musikalische Neuentdeckungen machen. Ob kraftvoller Indie-Rock von Arionce, wunderschöne Zerbrechlichkeit vom Singer-Songwriter Freddie Dickson, sphärische Weirdness von Entertainment for the Braindead oder Gute-Laune-Funk von Jeremias – das Jenseits hat wieder eine bunten Strauß an handverlesenen, spannenden Newcomern zusammengeklaubt. Den perfekten Abschluss fand der Abend dann in einem wahnsinnig immersiven Auftritt der Schweizer Black Sea Dahú und einem wilden Ritt des Berliner Power-Pop-Trios Pabst (inklusive wilden Moshpits und Sturz des Bassisten von der Bühne).

Liebes Jenseits, es war uns mal wieder ein Fest – und wir freuen uns auf nächstes Jahr!

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