Oscar and the Wolf – The Shimmer

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Oscar and the Wolf – The Shimmer
6.6 / 10
Veröffentlicht
22.10.2021
Label
[PIAS]

Bewertung

Cover-Artwork (Nicht im Ranking)
7
Produktion
8
Suchtfaktor
6
Konzept (Roter Faden/Geschlossenheit)
5
Lyrics
8
Rolle in der Diskografie
6

Trackliste

  1. James
  2. Ghost Of You
  3. Crystalline
  4. Your Choice
  5. Ocean City
  6. Transfixions
  7. Nostalgic Bitch
  8. Livestream
  9. Oliver
  10. The P.I.C.
  11. The Shimmer

Herzstücke

  • James
  • Ghost Of You
  • Crystalline

Bei seinem dritten Album „The Shimmer“ schlägt Oscar and the Wolf ruhigere Töne an als es wohl die meisten nach dem draufgängerischen Vorgänger „Infinity“ erwartet hätten. Damit trifft der belgische Electropop-Künstler mal mehr und mal weniger ins Schwarze. Wir haben reingehört.

Was Fans an Oscar and the Wolf so lieben? Es ist dieses Spannungsfeld zwischen sehnsuchtvoller, düsterer Melancholie auf der einen Seite und dieser ultralässigen, hedonistischen Tanzbarkeit auf der anderen. Max Colombie, so der bürgerlicher Name von Oscar and the Wolf, beherrscht diesen Spagat wie kein Zweiter.

Gleich die erste Singleauskopplung und Eröffnungssong „James“ ließ in der Hinsicht Großes erwarten: „The Shimmer“ beginnt mit genau dieser Trademark-Mischung aus Electropop und Indie-Rock, die sich mit gekonnter Leichtigkeit von der zaghaften Strophe zu einem mitreißendem Ohrwurm-Refrain aufschwingt. Was für ein Opener!

Doch tatsächlich entpuppt sich „The Shimmer“ sehr schnell als deutlich zurückgenommener. Gleich der darauffolgende zweite Track, das wunderschöne „Ghost of You“, macht das mit seiner schüchtern gezupften Akustikgitarre klar. Auch die weiteren Stücke auf dem Album bleiben oftmals auf der ruhigen Seite – mal sehr gelungen, mal ein bisschen zu sehr ins Seichte abdriftend. Die richtiger Banger bleiben diesmal aus, vielleicht mit Ausnahme vom catchy „Nostagic Bitch“.

„The Shimmer“ zeigt sich überraschend leise

Nicht alles funktioniert so ganz auf dem Album astrein: Die Tropical-Beats klingen manchmal etwas nach Fahrstuhl („Oliver“), den 80s-Einschlag hätte man sich sparen können („Your Choice“), und insgesamt scheint sich Max Colombie einfach nicht ganz entscheiden zu können, wo die Reise hingehen soll. Nichtsdestotrotz birgt „The Shimmer“ einige unverzichtbare musikalische Perlen, die das bisherige Werk des Künstlers nicht nur logisch fortführen, sondern neue, spannende Ebenen in seine Musik hineinbringen. Soll heißen: „The Shimmer“ kann was und das Reinhören lohnt sich allemal!

 

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