José González – Local Valley

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José González – Local Valley
6.8 / 10
Veröffentlicht
17.09.2021
Label
City Slang

Bewertung

Cover-Artwork (Nicht im Ranking)
9
Produktion
6
Suchtfaktor
6
Konzept (Roter Faden/Geschlossenheit)
9
Lyrics
7
Rolle in der Diskografie
6

Trackliste

  1. El Invento
  2. Visions
  3. The Void
  4. Horizons
  5. Head On
  6. Valle Local
  7. Lasso ln
  8. Lilla G
  9. Swing
  10. Tjomme
  11. Line of Fire
  12. En Stund Pa Jorden
  13. Honey Honey

Herzstücke

  • Head On
  • Lasso In
  • Il invento

Mit seiner Cover-Version von „Heartbeats“ landete José González 2003 einen Wahnsinnserfolg. Nun, 18 Jahre später, erscheint mit „Local Valley“ Album Nummer 4, das musikalisch nahtlos da weitermacht, wo die Karriere begann. Wir haben reingehört.

Was soll man sagen? Es ist ein José González Album geworden. Voller virtuos gezupfter Akkustikgitarren, sonnengetränkter Folk-Melodien und dieser unaufgeregten, verhallten Stimme, die nur zu einem gehören kann. Der schwedische Singer-Songwriter geht in „Local Valley“ keinerlei Risiko ein, wagt keine Experimente, sondern wandelt unbeirrt in seiner altvertrauten Klangwelt umher. Und das seit geschlagenen 18 Jahren.

Aber: Die Rechnung geht auf. Was man vielen Musikern gern zum Vorwurf macht, fühlt sich bei Jose González fast tröstlich an. Viel zu musikalisch ausgereift und technisch avisiert kommen die Stücke auf seinem Neulingswerk daher, als dass man ihnen den Vorwurf von fehlender Kreativität oder Festgefahrenheit machen könnte, wie man das sonst gerne tut bei Bands, die auf ihrem Sound hängenbleiben.

„Local Valley“ ist auf wunderbare Weise dahinplätschernd

„Local Valley“ ist also, wie auch schon seine drei Vorgänger, ein Album, das auf wunderbare Weise dahinplätschernd ist. Harmonisch, warm und wie selbstverständlich laufen die 13 Songs nacheinander, ohne, dass etwas besonders heraussticht oder gar aneckt. Easy listening. Gut gemeint. Aber manchmal doch ein bisschen Gefahr laufend, zu Hintergrundgedudel zu werden.

Und trotzdem – und das ist die eigentliche Kunst – verlieren die Lieder deswegen nicht ihren eigenen Charakter. Da folgt auf das meditative „Horizons“ die catchy Leadsingle „Head on“. „Line of Fire“ versprüht Lagerfeuer-Stimmung, während sich „Tjomme“ zu einer Art Spoken-Word-Blues entwickelt. Und „Lilla G“, was Jose González für seine kleine Tochter komponierte, kommt auf einmal mit afrikanischen Rhythmen, Ethno-Flair und einer Drummachine um die Ecke.

José González singt erstmals in Spanisch und Schwedisch

Die wohl einzige nennenswerte Entwicklung (abgesehen von der Drummachine): Neben Englisch singt José González erstmals in seinen beiden Muttersprachen: Spanisch und Schwedisch. Aufgewachsen ist er in Göteborg als Sohn argentinischer Flüchtlinge. Beide Sprachen fügen sich aber mit solch einer Selbstverständlichkeit in das Klangbild ein, dass man sich kaum vorstellen kann, dass es nicht schon immer so war.

Kurzum: „Local Valley“ erfindet das Rad vielleicht nicht neu, aber entfaltet genau in dieser Unaufgeregtheit seinen gewohnten Charme. Wer José González mag, wird auf seine Kosten kommen.

 

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