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The Paper Kites – Genießen statt abgehen

Ein Beitrag von Dani
vom

Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen – am 30. Januar 2016 war der Tag der Abrechnung. Sind The Paper Kites live besser, als auf Platte? Konnten sie im Molotow in Hamburg stärker überzeugen, als auf ihrem aktuellen Studioalbum „twelvefour„? Das/Mein Urteil bekommt ihr jetzt, ganz frisch, unverblümt und ehrlich.

The Paper Kites performen im Molotow
©Danielle Schulze

Entgegen meiner Erwartungen, war das Molotow bereits kurz nach 19:00 Uhr brechend voll. Nachdem ich endlich irgendwo ein freies Plätzchen gefunden hatte, konnte ich noch den letzten Songs des Supportacts „lùisa“ lauschen. Eine nette Künstlerin aus Hamburg, die man sich gerne einmal anhören kann. Zumindest kam sie bem bunt gemischten Publikum gut an.

Enjoy The Paper Kites, don’t snap.

Als The Paper Kites anfingen uns mit ihren Klängen zu umhüllen, ist mir eines direkt aufgefallen: der Sound. Leider war das ganze Konzert über das Mic von Sänger Sam Bentley zu leise, das von seinem Cousin Josh, dem Drummer hingegen, umso lauter. Schade, sehr sehr schade. Bei einigen Songs wirkte dieser ungewollte Effekt lustigerweise genau richtig, bei anderen (dazu komme ich später nochmal) dafür alles andere als passend. Abgesehen davon, war der Gesamteindruck des Konzertes teilweise sogar richtig gut. Mir wurde im Vorfeld gesagt, dass die Live Performance von The Paper Kites ziemlich gut sein solle. Naja und mit ein paar kleinen Abzügen, ist sie das auch. Eine gute Mischung aus ganz langsamen und etwas rhytmischeren Songs und gekonnte Einbindung des Publikums, sind dann doch ein Stück weit mehr bedeutend als Anderes. Charmante Witze, Storys aus dem Leben, und die zauberhafte Stimme von Christina Lacy haben das Konzert wieder aufgepeppt. Ganz im Ernst, Christina sollte öfter das Mic ergreifen und den Leadsinger Part übernehmen. Unbedingt sogar! Einfach traumhaft!

Halt, stop, moment, da stimmt was nicht …

Falls mich meine Ohren nicht gänzlich täuschten, verflog die traumhafte Atmosphäre im Molotow jedoch schlagartig. Zumindest bei mir.  Denn plötzlich, gerade auch noch zu meinem absoluten Lieblingssong ( bzw. EX-Lieblingssong), wurden die Drums so schnell. Zu schnell. Als würde Drummer Josh Bently ums verrecken die Show zu Ende bringen wollen. Und das bei „Revelator Eyes“, eine Katastrophe, ein Unding, ein fetter Minuspunkt! Zum Glück wurde dieses Fauxpas mit einer unglaublich schönen Zugabe einigermaßen wettgemacht. So endete das Konzert so toll, wie es began und meine Stimmung wurde wieder gehoben. Der bester Song des Abends war somit die Zugabe „Featherstone“, die sich promt als neuer Lieblingssong entpuppte.

Achja, liebe Paper Kites, live seid ihr bedeutend besser als auf Platte. Ihr spielt Konzerte zum genießen, nicht zum abtanzen oder ausrasten. Aber sind wir mal ehrlich, sowas ist auch richtig schön – vor allem nach einer langen, anstrengenden Woche. Tut mir nur bitte ein Gefallen, und versaut es euch nicht durch so kleine Fehler, wie dem falschen Rhythmus, das könnt ihr besser 😉

The Paper Kites live und in Aktion – diesmal gibts jetzt doch noch ein Herz von Dani <3

Video: The Paper Kites – Featherstone

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