LANY – Mama’s Boy

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LANY – Mama's Boy
7.4 / 10
Veröffentlicht
02.10.2020
Label
Universal
Laufzeit
50:48

Bewertung

Cover-Artwork (Nicht im Ranking)
8
Produktion
7
Suchtfaktor
7
Konzept (Roter Faden/Geschlossenheit)
9
Lyrics
7
Rolle in der Diskografie
7

Trackliste

  1. you!
  2. cowboy in LA
  3. heart won’t let me
  4. if this is the last time
  5. i still talk to jesus
  6. paper
  7. good guys
  8. sharing you
  9. bad news
  10. when you’re drunk
  11. anything 4 u
  12. sad
  13. (what i wish just one person would say to me)
  14. nobody else

Herzstücke

you!
(what i wish just one person would say to me)
i still talk to jesus

Endlich ist es soweit. Die amerikanische Indie-Band LANY hat ihr drittes Studioalbum Mama’s Boy veröffentlicht. So viel vorab: Es wird heimisch, es wird gemütlich und es wird Zeit, nochmal Mama anzurufen.

Lany Pressefoto 2020, © Universal

Nach zwei erfolgreichen Alben in denen es vorrangig um das Ende von Beziehungen und der darauffolgende Liebeskummer ging, widmen sich LANY auf  Mama’s Boy anderen Themen. Sie reflektieren ihr Erwachsenwerden, die Beziehungen zu ihren Eltern, ihren Heimatorten und ja … auch zu Jesus.

So heißt es in “Cowboy in L.A.”: “Yeah, all the other boys in town all look and talk the same, but I got a different kind of heart.” Ein Satz, den wohl jeder auf dem Dorf aufgewachsener und nun in der Großstadt lebender Mensch nachvollziehen kann – so ein Orts- und Umgebungswechsel verändert einen schon. Vielleicht auch nicht immer zum positiven, wie LANY mit der Single-Auskopplung “Good Guys” beweist. Denn eigentlich will man(n) der perfekte “southern gentleman” sein, aber in der Stadt läuft es anders, weshalb “good guys never win” – eine schmerzhafte Erkenntnis seitens LANY.

LANY über Gott und die Welt

In dem ruhigen Song “I still talk to Jesus” mit passenden Chor-Elementen singt Sänger Paul Jason Klein: “You might not believe it, but I still talk to Jesus”, während er seinen Lebensstil in den Lyrics reflektiert. Wenn auch nicht omnipräsent, kommt die Liebe mit all ihren Problemen trotzdem nicht zu kurz auf Mama’s Boy. Vor allem “Anything 4 u”, “you” und “Nobody else” sind tolle Liebeslieder, in denen die Gefühle mit jeder Zeile nur so überschwappen.

Aber nicht nur die Lyrics sind vielfältig! Auch musikalisch beweist LANY mit Mama’s Boy, dass sie mehr als “nur” Pop mit Synthesizer-Elementen (die allerdings verdammt geil sind!) können und sich als Band weiterentwickelt haben. Neben dem gewohnten Sound kommen verdächtig viele Akustik-Gitarren vor, genau wie Geige, Klavier und wie eben bereits erwähnt, Chor-Elemente. Teilweise ungewohnte Töne, welche allerdings die doch sehr ruhigen Songs zu etwas ganz Besonderem machen.

Mama’s Boy stellt eine erfrischende Abwechslung dar mit viel Einblick in weit tiefere Themen, Ansichten und Ausschnitte des Trios, welches weit über die bekannten Break-up-Songs geht und deutlich zeigt, dass die Band sich in den letzten Jahren stark entwickelt hat.

Und tatsächlich kann ich nicht erwarten, wo die Reise der Jungs noch hinführen wird.

Hör dir hier LANY’s Single “You” an

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