Jahresrückblick 2016 // Deutsche Newcomer – Indie hat ein Zuhause

von am keine Kommentare

Jonas – Deutsche Newcomer – Make Indie Great Again

2016 meinte es ja wirklich nicht gut mit uns. Politisch ein reines Katastrophen-Feuerwerk hatten wir auch musikalisch mit vielen Enttäuschungen zu kämpfen. Die Musik-Legenden starben praktisch wie die Fliegen weg und die Festivalsaison war für viele ein Unterwasser-Urlaub. Doch ganz persönlich fand ich 2016 musikalisch dann doch ganz gut. Zum einen hatten die Festivals auf denen ich war fast eine Gut-Wetter-Garantie und zum Anderen war 2016 wohl das Jahr des deutschen Indies. Ich kann mich nicht erinnern, dass es schon Mal innerhalb eines Jahres so viele starke deutsche Newcomer gab. Isolation Berlin, Drangsal, Von Wegen Lisbeth, Roosevelt, Gurr, Oum Shatt, KYTES, L’Aupaire – allen lieferten im diesen Jahr ihre umjubelten Debüts ab. Praktisch für jeden Geschmack ist etwas dabei. Da kann man nur gespannt sein, wie es in Zukunft weiter geht. International, waren für mich als Oasis-Ultra natürlich vor allem die DMAs interessant – die das beste Brit-Pop-Album seit (What’s The Story) Morning Glory ablieferten und das von einer Band, die aus Down Under kommt. Die neuen britischen Bands wie Blossoms oder The Hunna fand ich im Gegensatz dazu eher uninspiriert und langweilig. Und warum The 1975 von vielen als neue Mega-Band gehypt werden, ist für mich so rätselhaft wie der Wahlerfolg eines Donald Trumps.

© Isolation Berlin

© Isolation Berlin

Konzerte gab es in diesem Jahr viele großartige. Am meisten haben mich dabei, die ganz winzigen und ganz riesigen berauscht. Paul McCartney war live noch besser als erwartet, lieferte fast drei Stunden lang Hit auf Hit und wirkt dabei so als wäre er nur halb so alt wie er wirklich ist. Radiohead retteten mein persönliches Lollapalooza mit ihrer fast galaktischen Show. Pete Doherty startete mein Konzertjahr mit einen unvergesslichen und nie enden wollenden Secret-Gig im White Trash und Die Nerven tat es ihm gleich im noch kleineren West Germany und lieferten eine Punk-Show voller Intensität und Schweiß. So muss ein Konzertjahr enden! Im nächsten Jahr ist für mich vor allem der 27. Januar interessant. Gleich vier heiß ersehnte Alben erscheinen an dem Tag. Der Ringer aus Hamburg liefern ihr heiß ersehntes Debüt, Schnipo Schranke bringen ihr zweites Werk zur Welt und aus Nordamerika kommen neue Lo-Fi-Kracher von Japandroids und Cloud Nothings. Aber wer weiß vielleicht schreibe ich nächstes im gleichen Moment über Bands, die ich jetzt noch nicht mal kenne und das ist ja irgendwie auch das Schöne an der Musik.

Meine Favoriten 2016

Die besten Alben 2016 01 DMA’s – Hills End
02 Isolation Berlin – Und aus den Wolken tropft die Zeit
03 DIIV – Is the Is Are
04 Von Wegen Lisbeth – Grande
05 Gurr – In My Head

Größte Enttäuschung 2016:
Two Door Cinema Club – Gameshow

Die 5 geilsten Songs 2016 01 Isolation Berlin – Fahr Weg
02 Von Wegen Lisbeth – Bitch
03 Daughter – No Care
04 Warpaint – New Song
05 The Kills – Doing It To Death
Die 5 besten Konzerte 2016 01 Pete Doherty, White Trash
02 Radiohead, Lollapalooza
03 Die Nerven, West Germany
04 Paul McCartney, Waldbühne
05 Bombay, Rosis

Größte Enttäuschung 2016:
City and Colour, Huxleys

Mein Wunschkonzert für 2017 Oasis
Mein Festival-Hightlight des Jahres Immergut Festival
Künstler des Jahres 2016 DMA’s
Der Newcomer des Jahres 2016 Isolation Berlin
Heiß ersehntes Album für 2017 Japandroids
Mein Geheimtipp für 2016 Der Ringer

Video: Isolation Berlin – Fahr Weg



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Hi, ich bin Philipp ...

ich kann mich wochenlang mit dem selben Song beschäftigen und trotzdem jeden Tag neues entdecken. Mein Herz schlägt für gutes Essen und noch besseres Bier, am besten kurz vor einem Konzert. Meine große Liebe ist aus Stahl und ca. 35 Jahre alt. Auf ihren zwei Rädern ist sie rasend schnell. Hin und wieder zieht es mich nach Skandinavien, da ists immer so schön kühl. Und immer mit dabei ist der Soundtrack Of My Life gespickt mit Songs von Death Cab For Cutie, Foals, Nada Surf u.v.m. Olé Olé FCB

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