Leoniden – Again

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Nachdem Leoniden vor etwa 1 1/2 Jahren ihr Debütalbum veröffentlicht haben, legen die Kieler mit “Again” nach. Ob das Album mit dem Vorgänger mithalten kann oder ihn sogar übertrifft, verrät unsere Rezension.
Leoniden 2018 Pressefoto von Maximilian Koenig

© Maximilian Koenig

Leoniden machen es lieber “Again” statt 2.0

Falsett-Gesang, Kinderchöre, eingänge Melodien und ein Genre-Mix, der sich sehen lassen kann. Auf den ersten Blick machen Leoniden eigentlich alles so wie auf dem selbstbetitelten Vorgänger, mit dem sie uns im vergangenen Jahr überzeugt haben. War ja auch irgendwie zu erwarten, wenn die Platte “Again” und nicht etwa 2.0 heißt. So legt “Again” direkt mit den bereits veröffentlichten Songs “River” und “Kids” los – auch das sorgt für einen Deja Vu-Effekt. Während man sich bei “River” noch etwas warm hört, prescht “Kids” mit schrammelnden Gitarren nach vorn.

Bei “Alone” und “Why” stehen die Beats und Sänger Jakob Amrs Liebe zu Michael Jackson klar im Vordergrund, während es bei “Down The Line”, dem bereits bekannten “People” und “Colorless” wieder rockiger zugeht. Vor allem letzteres legt die zackig-hektischen Rhythmen an den Tag, die schon irgendwie charakteristisch für den Sound – und vor allem die Liverperformance – von Leoniden sind. Ähnlich verhält es sich bei “Not Enough”, das sich kurz vor Ende als echtes Highlight herausstellt.

Play it “Again”

“Again” ist ein wirklich gutes Album geworden, das es zwar mit dem Vorgänger aufnehmen, ihn aber nicht übertreffen kann. Der Name ist hier tatsächlich Programm, denn Entwicklungen oder Innovation gegenüber dem Debüt spürt man eigentlich kaum. Fans der ersten Platte können und sollten hier aber getrost zugreifen und sich über etwas mehr als 30 Minuten neue Musik der Kieler Indie-Band freuen.

Leoniden – Alone

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Hi, ich bin Deborah ...

Musik war für mich schon immer mehr als Beschallung oder Konsumgut, Musik ist eine Herzensangelegenheit. Seit einigen Jahren betreibe ich einen englischsprachigen Musikblog zu independent und DIY Musik und stieg im Sommer 2015 bei Herzmukke ein.

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