Temples – Volcano

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Mit ihrem zweiten Album “Volcano” setzen Temples dort an, wo ihr Debüt “Sun Structures” aufgehört hat und legen damit eine Psych-Pop Platte vor, die genauso aus der Zeit gefallen ist wie die Frisuren der Band.
Temples Pressefoto Ed Miles

© Ed Miles

“Volcano” brodelt unterhalb der Oberfläche

Bei “Volcano” mag man zunächst an dröhnende Gitarren und scheppernde Drums denken, doch bei Temples brodelt es eher unterhalb der Oberfläche. Der Ausbruch lässt aber nicht lange auf sich warten, denn bereits der Opener “Certainty” legt erst einmal mit einem pumpenden Bass und Effektspielereien los. “Certainty” legt die Latte hoch doch Temples scheitern nicht an ihrem eigenen Anspruch. Kaum verstummen die hymnischen Klänge von “Strange or be for forgotten”, möchte man “Volcano” direkt wieder von vorne hören.

Temples finden ihren Sound

Aufgenommen wurde “Volcano”, wie auch schon der Vorgänger “Sun Structures”, im Heimstudio von Sänger James Bagshaw.  Mit dem Album haben Temples endgültig ihren Sound gefunden. Eine perfekte Mischung aus Psychedelic und beschwingtem Indie Pop, irgendwo zwischen der Vertracktheit von Tame Impala und der Radiotauglichkeit von Blossoms. Vom schwierigen zweiten Album kann bei “Volcano” nicht die Rede sein. Der Sound des Vorgängers wurde konsequent weiterentwickelt und klingt dabei noch unverkennbarer nach Temples.

Die Einflüsse sind vielseitig, was besonders an der Flötenmelodie auf “(I want to be your) Mirror” oder dem poppigen “Mystery of Pop” deutlich hörbar ist. Dabei setzt “Volcano” deutlich mehr auf Syntheziser als das 2013er Debütalbum der Band, ohne dass der beständige Vintage Charm verloren ginge. Die Platte will, ja muss sogar, auf Vinyl gehört werden um ihr volles Potential zu entfalten (auch wenn das Cover vielleicht gewöhnungsbedürftig ist). Es fehlt nur noch das Knacken einer staubigen Nadel um “Volcano” zum perfekten Retro-Erlebnis zu machen. Altmodisch oder gar altbacken sind Temples jedoch nicht, sondern ganz einfach aus der Zeit gefallen.

Im April 2017 sind Temples auf Tour und live in Köln, Hamburg, München und Berlin zu erleben. Tourtermine + Tickets findest du hier.

Temples – Certainty



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Hi, ich bin Deborah ...

Musik war für mich schon immer mehr als Beschallung oder Konsumgut, Musik ist eine Herzensangelegenheit. Seit einigen Jahren betreibe ich einen englischsprachigen Musikblog zu independent und DIY Musik und stieg im Sommer 2015 bei Herzmukke ein.

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