Leoniden – Leoniden

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Nach den Singles “Nevermind” und “1990” veröffentlichen die Kieler Indie Rocker Leoniden endlich ihr heiß ersehntes Debütalbum. Wir haben für euch reingehört.
Leoniden Pressefoto Robin Hinsch

© Robin Hinsch

Leoniden sind der nächste Knaller aus Deutschland

Der deutschen Musiklandschaft geht es so gut wie schon lange nicht mehr. In den letzten Jahren wurden wir mit heißen deutschen Newcomern ja nahezu verwöhnt. Nachdem Acts wie Von Wegen Lisbeth, Drangsal, Gurr und Isolation Berlin bereits durch die Decke gegangen sind, können sich Leoniden schon mal bereit machen. Mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum wartet nämlich schon der nächste Knaller aus Deutschland gezündet zu werden.

Leoniden passen in keine Schublade

Mit den Singles „Nevermind“ und „1990“ legt die Platte gleich richtig los. Hier merkt man schon, dass sich Leoniden nicht in eine Schublade stecken lassen und das ist auch gut so. Zugegeben, die Kinderchöre hätten nicht sein müssen, schaden den Songs aber auch nicht. Während die beiden Opener nach Breitbild Rock klingen, kommt „The Tired“ mit minimaler Instrumentalisierung und Falsett(!)-Gesang aus. Ein Schelm, wer hier an Justin Bieber denken muss. Auf „Sisters“ wird es dann auch mal etwas elektronischer. „Iron Tusk“ und „City“ schmeißen diesem Potpourri dann noch eine Prise Math-Rock hinzu.

Leoniden beweisen ein absolutes Feingefühl für Melodien. Sei das nun Pop, Rock, Indie oder was auch immer, hier geht jeder Song direkt in die Beine. Gewollt klingt das nie, dafür um so mehr gekonnt. „Two Peace Signs“ (das Erkennungszeichen der Band, sehen wir übrigens auf dem Albumcover dargestellt) und das mit Muse flirtende „Eleven Hands“ runden die Platte ab. Wir prophezeien an dieser Stelle schon mal, dass Leoniden mit ihrem Debüt ordentlich durchstarten werden, verdient hätten sie es allemal.

Leoniden – Nevermind

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Hi, ich bin Deborah ...

Musik war für mich schon immer mehr als Beschallung oder Konsumgut, Musik ist eine Herzensangelegenheit. Seit einigen Jahren betreibe ich einen englischsprachigen Musikblog zu independent und DIY Musik und stieg im Sommer 2015 bei Herzmukke ein.

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