Mando Diao – Good Times

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Nach drei Jahren Pause und dem Ausstieg von Gustaf Norén besinnen sich Mando Diao mit “Good Times” auf ihre Wurzeln. Doch kann das Album an frühere Erfolge anknüpfen?
Mando Diao Pressefoto Charli Ljung

© Charli Ljung

Die Rückkehr der Indie-Veteranen

Lange war es ruhig im Mando Diao. Das 2014er Album “Ælita” war ein Ausflug in die Synthiehölle und der Vorgänger “Infruset” wurde nur auf Schwedisch eingesungen. Nachdem Rampensau und Gitarrist Gustaf Norén 2015 die Band verließ, sah es lange nicht so aus, als würden Mando Diao überhaupt noch einmal zusammen auf der Bühne stehen geschweige denn ein Album veröffentlichen. Mit “Shake” erschien unlängst die erste Singleauskopplung aus “Good Times” und machte deutlich, dass sich die Band wieder auf ihren alten Sound beruft.

Los geht es auf “Good Times” aber erst einmal alles andere als beschwingt. Mit “Break Us” wird der Platte eine Klavierballade vorangestellt, die wohl gleichzeitig als Statement dienen soll, dass die Band trotz variablen Lineups nicht totzukriegen ist. Leider ist der Song, so schön er auch ist, als Aufmacher denkbar ungeeignet und hätte wohl besser ans Ende des Albums gepasst. Mit “All the Things” tritt die Band um Sänger Björn Dixgård dann aber ordentlich auf das Gaspedal und hält das Tempo einige Songs lang durch. Der Titeltrack hält was er verspricht und Single “Shake” ist neben “Watch Me Now” einer der stärksten Songs auf der Platte.

“Good Times” für Mando Diao?

Auf der zweiten Hälfte verliert sich “Good Times” leider zusehends in Melancholie. Mit “Hit Me with a Bottle” und “Brother” folgen zwei weinerliche Balladen aufeinander, die nicht mit “Break Us” mithalten können. Der Rest ist eher groovy als rockig und man wird das Gefühl nicht los, dass den Schweden auf der B-Seite irgendwie die Luft ausgegangen ist. “One Two Three” und “Without Love” sind zwar kurzweilig, aber der Schwung der 00er Jahre ist hier nicht mehr zu spüren.

“Good Times” ist ein solides Mando Diao Album, das an den früheren Sound der Band anknüpft, ihn aber selten erreicht. Trotzdem kann man sich mit den neuen alten Mando Diao noch einmal ein bisschen “Down in the Past” fühlen.

Mando Diao – Shake



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Musik war für mich schon immer mehr als Beschallung oder Konsumgut, Musik ist eine Herzensangelegenheit. Seit einigen Jahren betreibe ich einen englischsprachigen Musikblog zu independent und DIY Musik und stieg im Sommer 2015 bei Herzmukke ein.

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