Manchester Orchestra – A Black Mile to the Surface

von am 9 Kommentare
Seit Anfang an veröffentlichen Manchester Orchestra im Drei-Jahres-Takt ihre Alben und am 28.7 ist es wieder soweit. Die Jungs sind erwachsen geworden und in wie weit sich das in ”A Black Mile to the Surface“ wiederspiegelt, könnt ihr hier erfahren, denn wir haben reingehört. 

@ Mike Dempsey

Bereits der erste Blick auf die Tracklist lässt meinen inneren Monk die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: Alle Lieder sind simpel nach diversen Nomen benannt – genau wie die Singleauskopplungen ”The Gold“, ”The Alien“ und ”The Moth“. Schön und gut, aber der Titel ”Lead, SD“ an vierter Stelle sticht dementsprechend heraus. Das Cover, in Schwarz-Weiß gehalten, zeigt eine halb kahle Tanne, an deren Ast sich ein Kind festhält. Der Hintergrund ist so bewölkt wie dieser Tage der wenig sommerliche Himmel über Berlin. Irgendwie löst das Cover in mir alles, aber keine positiven Vibes aus.

Die größte Inspiration scheint das Vatersein zu sein

Aber zurück zur Musik und zurück zum Anfang: Mit ”The Maze“ fängt das Album ruhig, aber kraftvoll an. Der Song sollte ursprünglich ein Gute Nacht Lied für die Tochter des Sängers Andy Hull, die 2014 zur Welt gekommen ist, sein. Das ist nicht der einzige Song, der das Familienglück des Sängers auffasst: In ”The Parts“, der auch sehr ruhig und akustisch ist, singt er ”Both your legs up, you’re crying. Trying to push a life out from your belly“ – ganz offensichtlich ist der Song an seine Ehefrau gewidmet. Auch der letzte Song des Albums ”The Silence“ handelt von seiner Tochter.

Das Album ist ähnlich dunkel wie das Cover

Wer hier nach happy-gefühlsduseligen Sommersongs sucht, wird wohl nicht fündig. Die Texte sind teilweise sehr deutlich, so handelt beispielsweise ”The Grocery“ von einer Person, die sich das Leben nimmt. Insgesamt ist das Album eher ruhig gehalten – definitiv weniger rockig, wie man es vielleicht von Manchester Orchestra gewohnt ist, denn es geht mehr in Richtung Folk. Dennoch ist jeder Song immens kraftvoll, mitreißend und wie dafür gemacht, den Hörer wie in einer Decke einzuhüllen.

Manchester Orchestra – The Alien



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9 Kommentare

  • Chris

    völlige Fehleinschätzung, grandioses Album

    • Philipp

      Hey Chris,

      keine Frage, ein gutes Album. Aber findest du es kommt gegen “Mean Everything To Nothing” an? Da liegt doch noch einiges dazwischen an Originalität.

      Bleib musikalisch

      Philipp

  • Christoph

    Max Richard Lessmann sage ich nur, Ist das Dein Ernst das dieses Album deutlich besser ist als das neue Album von Manchester Orchestra ist?

  • Christoph

    nicht gegen deutschsprachige Musik, aber das ist mir doch zu schlagerhaft, altes Album von Manchester Orchestra kenne ich übrigens nicht

  • Christoph

    habe in Mean everything Go nothing reingehört, ist für mich eher unmelodisches Geschrammel

    • Philipp

      Deswegen ist die Welt der Musik doch so wunderbar oder? Da hat ein Max genauso seine Daseinsberechtigung, wie eben auch Manchester Orchestra. Die Reviews sind übrigens von zwei verschiedenen Autoren verfasst. Musikalische Varietät ist wieder das Stichwort und passt übrigens fantastisch beim Vergleich der Alben von MO. Für dich ist das eben Geschrammel, für mich ist es wesentlich breiter und vielfältiger, als es A Black Mile To The Surface ist. Fakt ist doch aber, du magst es und darauf kommt es an!

  • Christoph

    Recht hast Du, auf jeden Fall gute Musik Blog ! Grüße

  • Christoph

    guter Musik Blog

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