The Magic Gang – The Magic Gang

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Nach einer ausverkauften Tour mit Wolf Alice und einigen EPs, veröffentlichen, The Magic Gang, die Beach Boys aus Brighton, am 16. März ihr heiß ersehntes Debütalbum. Wir haben für euch in die Platte reingehört.
The Magic Gang Pressefoto

© Warner

Vergleiche mit The Beach Boys, “Best New Artist” bei den NME-Awards, die “spannendste neue britische Gitarrenband” (The Times)… Die Vorschusslorbeeren für The Magic Gang sind beachtlich. In Deutschland geistert die Band hingegen noch als Geheimtipp unter dem Radar herum. Wir vermuten allerdings, dass sich das mit der Veröffentlichung des Debütalbum ändern dürfte. Denn Melancholie war schon lange nicht mehr so tanzbar.

Vorschusslorbeeren für The Magic Gang

Wie viele Erstlinge heutzutage, leidet auch The Magig Gang daran, dass ein Großteil der enthaltenen Songs bereits in anderer Form veröffentlicht wurden. So finden sich auf der Platte neben einigen neueren Titeln auch Wiederverwertungen aus den drei bisher erschienenen EPs. Neue Fans dürfte das kaum stören, für Fans der ersten Stunde mag es hingegen etwas enttäuschend sein, keine volle Bandbreite an neuen Songs präsentiert zu bekommen.

Das Rad erfinden The Magic Gang nicht neu. Müssen sie auch nicht, denn gekonnt bedienen sie sich an musikalischen Vorbildern wie The Beatles oder The Beach Boys. Teilweise erinnert ihr Slacker-Pop an Weezer, was nicht zuletzt der Stimme von Sänger Jack Kaye zu schulden ist. Das rhythmische “How Can I Compete” lädt, trotz oder gerade wegen seines resignierenden Textes, zum Mitwippen ein. Auf “Getting Along” wird das ewige Thema Trennungsschmerz traktiert und hymnisch mit dualem Gesang aufgearbeitet.

Die Beach Boys aus Brighton

“The Magic Gang” ist ein so richtig typisches Sommeralbum geworden. Obwohl die Band aus Großbritannien stammt, würden die meisten Songs perfekt in das Szenenbild einer amerikanischen Teenie-Serie passen, mit Lagerfeuern, Sonnenuntergängen, Alkohol aus roten Plastikbechern und jugendlichem Drama inklusive. Nicht selten erinnert die Band an Rooney oder The Thrills, die Anfang der Nullerjahre Popularität durch Features auf dem Soundtrack zu The O.C. erlangt haben. Gut 15 Jahre später spielen vier Nerds aus Brighton, wahrscheinlich unbewusst, genau diesen Sound und dürften damit nicht nur Millenials erfreuen.

The Magic Gang – Getting Along



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Hi, ich bin Deborah ...

Musik war für mich schon immer mehr als Beschallung oder Konsumgut, Musik ist eine Herzensangelegenheit. Seit einigen Jahren betreibe ich einen englischsprachigen Musikblog zu independent und DIY Musik und stieg im Sommer 2015 bei Herzmukke ein.

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