Roosevelt – Roosevelt

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Sommer du bist kacke, du versaust uns bisher echt ne Menge. Aber dieses Album bekommst du nicht. Das Debüt von Roosevelt rettet uns den Sommer. Versprochen! Warum? Antwort gibt’s in der Review.
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© Brian Vu / City Slang

Aus welchem Grund auch immer, aber in diesem Jahr hat der Sommer nicht so richtig Bock. Dabei hatte er so viele Chancen, sich zu zeigen. Ihm war es aber lieber diverse Festivals im Schlamm versinken zu lassen oder heiße Anwärter auf das Sommeralbum einfach absaufen zu lassen. Schäm dich! Will dieser Spätfrühling überhaupt noch enden? Den nächsten Versuch doch noch fündig zu werden, unternehmen wir mit dem Dancepop Debüt von Marius Lauber alias Roosevelt. Hochbegabter, Soloartist, Retrofetischist, auf die Folterspanner! Gefühlt ein halbes Jahrzehnt durften zahlreiche Anhänger darauf warten, dass aus Soundcloud Spaßsongs endlich ein Debütalbum wird. So here it is!

Roosevelt und Jahreszeiten sind scheiß egal

Und schon mit dem flauschigen “Wait Up”, dem zweiten Song von Roosevelt’s gleichnamigen Debüt stülpen wir uns entspannt die Shorts über and drifting away! Von hier an entfaltet sich eine wahre Pracht an farbenfrohen Melodien, gespickt mit funkigen Gitarrensounds und Synthesizer-Melodien, auf die selbst Label-Buddy Caribou stolz wäre. Unweigerlich beginnt man mit dem Arsch zu wackeln, die Sonne brennt einem auf den Schädel. So richtig begreifen kann man das gar nicht, aber egal ob’s nun das smoothe “Night Moves” ist, das etwas fordernde “Moving On” oder der Partyliebling “Colours”, alles mixt sich zu einem perfekten Cocktail mit Namen Roosevelt. Trinken ist schließlich wichtig bei steigender Hitze.


Sicherlich lebt Roosevelt vollkommen im Rahmen seiner Möglichkeiten, aber die muss man auch erst einmal kennen. Und so nimmt uns Lauber auf einem Debütalbum mit, das perfekter eigentlich nicht hätte werden können. “Man hat ja auch nur ein Debütalbum”, weiß Roosevelt selbst. Und irgendwo zwischen groovigen End-70er und catchigen Mid-80s umringt einen die wollige Wärme dieser Platte dann doch sehr, beginnt zu Schwitzen, sich zu freuen. Roosevelt sei Dank. Welche Jahreszeit war noch gleich?

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Hi, ich bin Philipp ...

ich kann mich wochenlang mit dem selben Song beschäftigen und trotzdem jeden Tag neues entdecken. Mein Herz schlägt für gutes Essen und noch besseres Bier, am besten kurz vor einem Konzert. Meine große Liebe ist aus Stahl und ca. 35 Jahre alt. Auf ihren zwei Rädern ist sie rasend schnell. Hin und wieder zieht es mich nach Skandinavien, da ists immer so schön kühl. Und immer mit dabei ist der Soundtrack Of My Life gespickt mit Songs von Death Cab For Cutie, Foals, Nada Surf u.v.m. Olé Olé FCB

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