Kytes – On The Run EP

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Manchmal kommt man, nach Jahren der Arbeit an einem Projekt und einer durch Euphorie und Tatendrang geprägten Zeit, zu einem unangenehmen Punkt: Der Tunnelblick reißt ab und plötzlich steht man vor einer Wand und muss zugeben: “Mist! Hier geht es so nicht weiter.” – Sackgasse, Ahoi. Eine Situation aus der sich die Münchener Indie-Band Kytes nach vielen Jahren gemeinsamer Bandgeschichte gerade mit Bravour herausspielt!
Kytes_Karrera_Klub

© KYTES / Karrera Klub

Eigentlich mit 14 als Schülerband gestartet, dann als “Blind Freddy” einen Plattenvertrag unterschrieben, Konzerte und Festivals ohne Ende gespielt, vieles richtig, aber leider auch viel falsch gemacht und irgendwie nie vom Image der münchener Schülerband weggekommen, drücken Kytes jetzt die Reset-Taste und starten nochmal ganz neu. Um diesmal alles richtig zu machen – mit neuem Namen, neuem internationalen und komplexerem Sound und ohne die geringste Spur von Nostalgie oder Zweifeln am eingeschlagenen Weg. Am 20.11 veröffentlichen sie ihre Debüt-EP “On The Run” und stellen damit klar, dass sie mittlerweile weit weg vom einfachen Indie-Pop ihrer Anfänge sind und genau wissen was sie tun.

Neustart ist das Stichwort!

Natürlich schlägt ihr Herz weiterhin für leichte, tanzbare Gitarrenmusik. Allerdings jetzt mit einer gewissen Dosis Rock-Attitüde, einer ordentlichen Portion Electro-Pop und jede Menge Nachdruck. Statt ihren Sound aber einfach im Studio mit riesigen Klangebenen und Electrosounds künstlich aufzublasen, kombinieren Kytes gekonnt das Beste aus beiden Welten; Kantige Gitarrenriffs, treibende Drums und eingängige Melodien neben Voicesamples, catchigen Synthies und Beats, die ich ohne Probleme jedem DJ im Club dankend abnehmen würde.

Mit diesen 5 Songs beweisen die Münchener ein grandioses Gespür für Pop und ein noch größeres für die Bedürfnisse des Tanzbeins eines jeden Indie-Lovers – Sie machen die Art von Musik, die auf der trägen Hausparty, voll mit Barstehern und einschläfernden Küchengesprächen, endlich den Knoten platzen lässt!

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Hi, ich bin Chris ...

und ich habe in den letzten 10 Jahren fast alle erdenklichen Genres geliebt, gehasst und feierlich für nicht relevant befunden - neuerdings lasse ich mich darüber jetzt auf meinem Blog reissnadel.com aus. Nebenbei studier ich irgendwas mit Flugzeugen und fahre eine wunderschöne 30-jährige Schwalbe!

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