Stu Larsen – das Leben als Vagabund

von am keine Kommentare
Weltenbummler, Überlebenskünstler, Vagabund – Stu Larsen ist in der Welt zu Hause. Sein Debüt-Album Vagabond erschien vor gut einem Jahr und erzählt vom Leben ohne jeden Luxus, fernab dessen was für uns Normalität und Alltag bedeutet. 5 Jahren ist es nun schon her, dass er sein zu Hause aufgab, die Schuhe zuschnürte, um die Länder dieser Welt zu bereisen und von seiner ansteckend charmanten Musik zu begeistern.
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© JARRAD SENG // www.jarradseng.com

Seitdem lernte er viele interessante Orte kennen, erlebte Dies und Das und lässt sämtliche Gedanken und Gefühle in seine Songs fließen. Aktuell ist er auf Europa-Tournee und am kommenden Samstag dürfen ihn die Besucher des Straend Festivals in Berlin begrüßen. Im Vorfeld zu dieser feinen Festival-Premiere, trafen wir Stu zum Interview. Ob er bereits einen Ort gefunden hat, andem er sich vorstellen könnte auch länger zu leben oder gar alt zu werden und ob er bereits sein zweites Album plant, erfahrt ihr hier:

herzmukke: Hi Stu, wie gehts dir?

Stu Larsen: Sehr gut, vielen Dank! Ich bin in Litauen aufgewacht, nachdem ich zusammen mit Passenger letzte Nacht ein Konzert in einem Schloss gespielt habe. Ein Leben wie in einem Traum!

In den letzten Wochen hast du viele verschiedene Konzerte gespielt, oft sogar ohne einen Tag Pause! Wie geht es dir? Bist du noch fit oder sehnst du dich nach einer kleinen Verschnaufpause?

Ich war in den letzten fünf Jahren viel beschäftigt und unterwegs, ohne eine große Pausen zwischen den Touren zu haben. Ich bin sehr glücklich dieses Leben zu leben und unsere Welt entdecken zu können. Nach meiner letzten Show im Sommer, plane ich mir ein paar Tage frei zu nehmen und Süditalien zu erkunden. 🙂

Ich liebe Berlin

Nächstes Wochenende bist du in Berlin, um beim Straend Festival zu spielen. Freust du dich schon auf Berlin?

Selbstverständlich! Ich liebe Berlin, aber wenn ich so nachdenke, bin ich immer nur für ein oder zwei Nächte dort. Es wäre super auch mal irgendwann für ein paar Wochen dort zu bleiben.

Vor gut einem Jahr hast du schonmal ein Konzert auf dem Badeschiff gespielt. Wenn du dich so zurück erinnerst, was empfindest du?

Es ist eine wunderschöne Location. Ich glaube es war verregnet, als ich das letzte Mal dort spielte. Ich hoffe, dass es dieses Mal sonnig wird.

In den letzten Jahren hast du viele verschiedene Konzerte, auf vielen verschiedenen Kontinenten gespielt. Wie gefällt dir deine aktuelle Europa-Tour und unterscheidet sie sich vielleicht von deinen letzten Touren – vorallem aus der Sicht als Vagabund?

Die Tour war unglaublich! Ich reiste mit Passenger umher, spielte einige Konzerte mit den Jungs vom John Butler Trio und nahm ein paar Umwege auf mich, um auf dem einen oder anderen Festival zu spielen. Ich bin sehr glücklich, an einigen der schönsten Orte der Welt gespielt zu haben und auch zukünftig spielen zu dürfen. In zehn Jahren, da bin ich mir sicher, werde ich mich an dieses Jahr erinnern und daran denken, wie unglaublich es war.

Dein Leben als Vagabund bringt sicherlich viele aufregende und seltsame Geschichten mit sich. Könntest du uns eine aufregende und eine merkwürdige Geschichte erzählen?

In Mexiko Stadt wäre ich fast im Rachen eines Jaguars gestorben. Die ganze Story gibts hier.

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Warst du in den letzten Jahren an dem ein oder anderen Ort, wo du dir dachtest, hier könnte ich auch länger bleiben oder sogar den Rest meines Lebens verbringen?

Ich habe mich auf meinen Reisen in viele Orte verliebt. Es wäre super, an vielen verschiedenen Orten für einige Monate zu leben, damit ich ein Gefühl für diese Orte entwickeln kann. Auf meiner Liste gibt es jede Menge Orte, bei denen ich mir vorstellen könnte zu leben, aber momentan habe ich keine Ahnung wo und wann ich mich niederlassen möchte.

Letzten Freitag hast du ein Konzert in Tulln, Österreich gespielt. Passenger war auch da. Warst du glücklich darüber, deinen jahrelangen Freund wiederzutreffen bzw. schafft ihr es überhaupt euch öfters zu sehen?

Wir waren die ganze Zeit zusammen. Er sitzt gerade auch neben mir. Wir werden gleich von Litauen nach Polen fliegen. Unser nächster Auftritt wird in Warschau sein. Es macht riesen Spaß mit Mike (d.Red. Mike Rosenberg aka Passenger) und seiner Crew unterwegs zu sein. Wir lachen praktisch den ganzen Tag!

Dein Album erschien vor einem Jahr. Arbeitest du bereits an deinem zweiten Album und wenn ja, wie weit bist du damit?

Ja, ich arbeite am zweiten Album! Ich werde mir in den nächsten Monaten nach und nach Zeit nehmen, um die nächsten Songs zu schreiben und diese fertig aufzunehmen und im nächsten Jahr, so hoffe ich, bin ich dann mit dem neuen Album auch zurück in Europa.

Nach Death Metal wird das neue Album nicht klingen

Wenn du einen Song über Berlin schreiben würdest. Wäre dies ein fröhlicher, depressiver, düsterer oder … Song? Was denkst du? Oder würdest du lieber einen Song über eine andere deutsche Stadt schreiben?

Ich schreibe nicht wirklich fröhliche Lieder, aber vielleicht sollte ich es versuchen und ein Lied über Berlin schreiben!

Was dürfen wir uns von deinem neuen Album erhoffen und was definitiv nicht?

Das weiß ich aktuell wirklich nicht, denn es ist noch etwas früh darüber etwas zu sagen. Ich bezweifle, dass es stark in die Death Metal Richtung gehen wird, aber wer weiß was uns die Zeit früher oder später verraten wird.

Nun unsere letzte Frage: Was ist dein all-time-favorite-song und welche deine all-time-favorite-band? Passenger lassen wir hier als Antwort nicht gelten!

Ich denke diese Antwort ändert sich von Zeit zu Zeit, aber einer meiner ständigen Lieblingssongs ist Curtis Mayfield’s ‘People Get Ready’. Und für meine all-time-favorite-Band/Artist würde ich Ray Charles dicht gefolgt von Ray Lamontagne, Ryan Adams und Neil Young wählen.

Danke Stu für das angenehme Interview und viel Spaß auf dem Straend Festival.

Hört hier in seinen Song Thirteen Sad Farewells rein:

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