Kurz, knapp, fröhlich – Pool im Interview

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Seit ein paar Jahren mischen Pool mit ihrem energetischen Indie-Pop die deutsche Musikszene auf. Anfang Januar hat unsere Nele die dreiköpfige Band zum Plausch gebeten und einiges im Interview erfahren.
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@ Nele Hinner / herzmukke

Pool im Interview bei herzmukke

Am 20. Januar gab die dreiköpfige Indie-Pop Band Pool ein Konzert im Musik &
Frieden in Berlin und ich hatte die Gelegenheit, den Jungs vor ihrem Auftritt ein paar Löcherchen in den Bauch zu fragen. Was bei dem Interview herauskam, erfahrt ihr im Folgenden! Euch erwarten kleine Anekdoten, lustige Missverständnisse und viel Witz und Charme. Eins ist auf jeden Fall klar – die Jungs sind mindestens so sympathisch wie ihre Musik.

Nele: Wie habt ihr Euch kennengelernt und als Band zusammengefunden, gab es eine spezielle Band/einen Song, der Euch dazu veranlasst hat?

Dani: Ich glaube, kennengelernt haben wir uns eigentlich über ein Schülerprojekt.

David: Beschäftigungstherapie für Wohlstandsverwahrloste.

Dani: Es gab da so Dozenten, die Bandbetreuung gemacht haben. Also wir fanden halt Nirvana und Red Hot Chili Peppers übergeil und man kann sagen, dass wir ganz am Anfang eigentlich auch genau wie Nirvana klangen.

Nils: Das liegt halt einfach auch an der Qualität, die wir damals als Musiker hatten, dass man grundsätzlich auch erstmal so klingt.

Nele: Wie soll ich mir das genau vorstellen, wurdet ihr damals einfach so in so ein Projekt gesteckt?

Dani: Ne, also ich hatte da auf jeden Fall schon Bock drauf und die Beiden glaube ich auch. Ab nem gewissen Punkt gab’s das irgendwann auch als Unterrichtsfach und wir haben dafür Noten bekommen, ja und irgendwann hatte man keinen Bock mehr auf das Schulding und hat dann halt so seinen eigenen Kram gemacht.

Nele: Und das auch schon immer zu dritt, ihr habt Euch quasi gesucht und gefunden?

Dani: Genau, so kam das dann irgendwie zustande, ich weiß gar nicht, wir waren auch noch nie in einer Klasse, sondern haben uns auf dem Pausenhof kennengelernt, da in der Raucherecke.

Kurz, knapp, fröhlich – einfach Pool

Nele: Da, wo man die besten Freundschaften knüpft (…) Wie seid ihr Jungs denn zu Eurem Namen „Pool“ gekommen?

Dani: Das war auf jeden Fall ein langer Prozess, wir hatten ganz lange gar keinen Namen und dann irgendwelche Namen. David war eigentlich für „Pool“ und anfangs hatte ich irgendwie meine Schwierigkeiten damit, weil ich vor allem damals in so einer Phase war, in der ich alles immer total pathetisch und voll toll machen wollte und Davids Argument war einfach, es ist geil, nicht bedeutungsschwanger, kurz, knapp, fröhlich, spritzig, Wasser, jeder hat Bock auf nen Pool.

Nele: Habt ihr Umzugspläne oder heißt es bei Euch für immer Hamburg?

David: Offen für alles, würde ich sagen.

Dani: Wenn ich könnte, würde ich, aber irgendwie ergibt sich das gerade alles nicht. Wir haben eigentlich ganz gute Rahmenbedingungen da, wo wir sind, für das, was wir machen. Umziehen ist ja auch gleich immer ne ziemliche Lebensentscheidung.

Nele: Wenn, dann müsstet ihr ja sicherlich sowieso zu dritt darüber nachdenken.

Dani: Genau, also jetzt irgendwie in die Staaten zu ziehen und nebenbei in Hamburg parallel noch die Band laufen zu haben, würde glaube nicht so richtig funktionieren, dann würde es nur noch Bandproben über Skypecall geben. Auftritte auch.

Nele: Welchen Eurer Tracks mögt ihr denn am meisten?

David: Von den Veröffentlichten willst Du wahrscheinlich eher wissen, ne?

Nils: Das ist glaub’ ich bei mir „Forever Like That“, ohne Witz.

Dani: Habe ich auch gerade gedacht.

Nele: Und von den Unveröffentlichten?

David: Sind auch alle geil.

Dani: Also von den Unveröffentlichten is’ glaube gerade mein Favorit „Flashback“.

Nele: …Fleischberg?

Dani: Nein, Flashback, haha.

David: Haha, komm Nils, das musst Du heute einfach irgendwann einmal bringen, wenn das so die 5. Wiederholung ist, das kriegt dann eh keiner mehr mit, dann sagen wir einfach Fleischberg.

Nils: Ich riskiere glaube relativ viel, wenn ich das wirklich bringe, haha… Ich muss dann einfach derbe hart anfangen zu lachen und würde mich dann verspielen.

Dani: Ja, also Fleischberg is’ ein super geiler Song.

(…)

Nele: Gibt’s irgendwas, was bei bei keinem Konzert fehlen darf, ein Ritual, einen Glücksbringer?

Dani: Alkohol.

David: Tatsächlich darf keine Aufregung fehlen, denn wenn ich nicht aufgeregt bin, wird’s richtig scheiße.

Nele: Hui verrückt, also bei mir ist das meistens so, dass gerade wenn ich aufgeregt bin, ich die meisten Fehler mache, ganz einfach, weil ich keine Fehler machen will.

Dani: Ja, also das stimmt schon, wenn Du nicht aufgeregt bist, ist es viel schlimmer als wenn Du richtig aufgeregt bist. Wenn Du nicht aufgeregt bist, dann nimmst Du’s nicht für voll. Ich glaube aber, dass das, was die Leute vor der Bühne eigentlich am aller, aller, allerliebsten sehen würden – auch wenn sie das niemals sagen würden, wenn du sie fragen würdest – , ist, dass Du eigentlich derbe hart verkackst. Das ist einfach viel interessanter, sich anzugucken wie da jemand auf der Bühne steht und einfach alles falsch macht.

Was Pool einmal so richtig unangenehm war, was das aller tollste war und noch mehr findest du auf Seite 2 unseres Interviews mit Pool.

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Hi, ich bin Nele ...

Nichts drauf außer Zahnbelag.

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