Feucht und Fröhlich: so war’s beim Hurricane Festival 2017

von am keine Kommentare
Frisch geduscht, ausgeschlafen und die Fingernägel sind auch wieder sauber: Das Hurricane 2017 ist nun schon ein paar Tage vorbei. Nach dem kleinen Desaster von letztem Jahr, lief dieses Jahr fast alles Rund!
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@ Sophie Droysen / herzmukke

Hurricane Festival 2017: der Name ist Programm

Das Hurricane-Wochenende hat wiedereinmal bewiesen, dass Gummistiefel und Sonnencreme das A und O auf jedem Festival sind. Nachdem das Hurricane letztes Jahr wortwörtlich ins Wasser gefallen ist, stand die Eröffnung der Campingplätze am Donnerstag unter keinem guten Stern. Dank eines Gewitters, das über Scheeßel gezogen ist, wurde die Campingplatz-Eröffnung und die Bändchenausgabe um mehrere Stunden verzögert, die anreisenden Gäste zurück ins Auto geschickt und gebeten, anderen Obhut anzubieten oder wenn möglich erst am Freitag anzureisen. Als wäre das noch nicht genug Chaos für den Anfang, fuhr der Zugverkehr sehr eingeschränkt bis gar nicht mehr nach Scheeßel, sodass viele Gäste in Hamburg und Umgebung strandeten.

Warum liegt hier Stroh?

Nichtsdestotrotz hat sich das Social-Media-Team des Hurricanes insbesondere auf Twitter versucht um alles und jeden zu kümmern – und zwar das gesamte Wochenende! Auch die App war eine große Hilfe bei Fragen. Da das Gelände zum Großteil aus Ackern und Feldern besteht, hat das große Gematsche trotzdem nicht lange auf sich gewartet, aber auch hier war die Organisation auf Zack: Große Pfützen wurden mit Stroh trockengelegt. Die restliche Organisation, auch die angezogenen Sicherheitsmaßnahmen, waren top –  auch wenn es dafür an den Eingangsschleusen etwas länger gedauert hat. Auch der „Wo geht es nach Panama?“ (Shout Out, falls man Hilfe jeglicher Art benötigte) Plan war eine super Idee, den wir Gott sei Dank nicht in Anspruch nehmen mussten.

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@ Sophie Droysen / herzmukke

Drei Tage lang die volle Dröhnung perfekter Live Acts

Freitag, Samstag und Sonntag hieß es dann eine geile Band nach der anderen! Leider muss ich gestehen, dass ich von den Headlinern von vornherein nicht überzeugt war, was sich mir dann größtenteils auch bestätigen sollte. Freitags spielten Green Day, die ich zuletzt 2013 live gesehen habe. Zuerst war ich entsetzt, dass sie nach wie vor die selbe Show machen (T-Shirts in die Menge schießen, einem Fan eine Gitarre schenken und die ewig lange Show mit laaanggezogenen Melodien füllen). Hinzu kam, dass der Sound an der Green Stage wirklich unterirdisch war. Weder bei Green Day, noch bei Blink 182 am nächsten Tag war etwas zu verstehen. Linkin Park haben wir uns dementsprechend gar nicht erst angeschaut.

Die Ausnahme unter den Headlinern war Casper, der am Sonntag die Ehre hatte, das Festival zu beenden. Und heilige Scheiße, war das eine geile Show! Abgesehen davon, dass die Setlist super war, er einige unveröffentlichte Songs gespielt hat und super Laune hatte, hatte er eine fette Bühne dabei, Feuerwerk, eine krasse Lichtshow und ist etwa bei der Hälfte auf eine B-Stage verschwunden (es wird für immer ein Rätsel bleiben, wie Künstler so schnell dahin kommen).

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@ Sophie Droysen / herzmukke

Das Beste kam (fast) zum Schluss

Solltet ihr jemals die Chance haben die Antwoord live zu sehen, dann lasst es euch unter keinen Umständen entgehen. Sonntagabend, kurz vor Casper, sind sie aufgetreten und wäre das Hurricane eine Hütte, läge sie abgerissen in Trümmern. Ich habe noch nie eine vergleichbare Band live gesehen. Wie schon in meiner Top 5 Empfehlung erhofft, haben You Me At Six, Halsey, Nothing But Thieves und Milky Chance super abgeliefert. Meine Nummer 1 bleibt Lorde. Es war mir eine Ehre diese Frau endlich live zu sehen. Mit “Melodrama” hat sie vor ein paar Tagen schon einen heißen Anwärter für das Album des Jahres rausgehauen. Trotz ein paar technischer Probleme und anfänglicher Schüchternheit ihrerseits, war die Show fantastisch.

Weitere Auftritte, die mir definitiv für lange Zeit im Gedächtnis bleiben werden, sind die von SXTN, Jimmy Eat World, Flogging Molly, Royal Blood und Kontra K. Ein weiteres Highlight war unter anderem Imagine Dragons, die Freitags auftraten und sogar Release Day für ihr drittes Studio Album “Evolve” feierten. Die Jungs hatten so viel Spaß bei ihrem Auftritt und kamen so sympathisch rüber, dass selbst die Standard-Floskeln ehrlich schienen. Ganz zu schweigen davon, dass Sänger Dan Reynolds auch live wunderbar singen kann. Und als kleinen Geheimtipp nehme ich noch Counterfeit mit nach Hause. Bis auf die Soundprobleme auf der Green Stage, hat das Hurricane wieder einmal alle Erwartungen übertroffen, solange man eben die Gummistiefel nicht vergessen hatte…

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Wie Albus Dumbledore einmal sagte: „Ah, Musik. Eine Magie, die viel größer ist als Alles, was wir hier tun!"

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