Fuck off, Valentinstag! // Die 10 besten Anti-Lovesongs

von am keine Kommentare
Valentinstag. Der Tag den mindestens genauso viele Leute hassen, wie ihn feiern. Wir haben euch eine Liste mit zehn Songs erstellt, um diesen Tag bestmöglich zu überbrücken.

© Andrew Hutchings

Nachdem wir vor inzwischen zwei Jahren zur Feier des Tages einen Artikel mit den zehn besten Lovesongs veröffentlicht haben, ist es nun Zeit für die besten Anti-Lovesongs. Genauso lange wie in der Musik über die Liebe geschrieben und gesungen wird, mindestens genauso lange werden auch schon Songs über die unvollendete und gescheiterte Liebe geschrieben. Zwei Aspekte, die nicht ohne einander können und wahrscheinlich auch noch in 100 Jahren das bestimmende Thema in der Popmusik sind. Hier also einige unserer Favoriten. Mal wütend und laut, mal verzweifelt und leise. Eine Liste für alle, die bei Liebesschlössern einen Kotzanfall kriegen und für die der Valentinstag einfach nur ein stinknormaler Wochentag ist.

Die besten Anti-Lovesongs Nr. 01. // Fleetwood Mac – Go Your Own Way


Fleetwood Mac’s “Go Your Own Way” war die erste Single des Kult-Albums “Rumours” und wurde geschrieben und gesungen vom Gitarristen Lindsey Buckingham. Der Song handelt von der komplizierten On-Off-Beziehung zwischen ihm und Stevie Nicks, ebenfalls Mitglied der Band. Bei jeder Live-Aufführung flogen böse Blicke zwischen dem ehemaligen Liebespaar über die Bühne. Ein bittersüßes Stück und ein wahrer Klassiker.

If I could baby, I’d give you my world.

Die besten Anti-Lovesongs Nr. 02. // Japandroids – I Quit Girls

Der Song “I Quit Girls” der kanadischen Garage-Rock-Band Japandroids ist ein wahres Noise-Monster und erschien auf ihrem Debüt-Album “Post Nothing”. Ein Song über das Ende einer Beziehung zu einer scheinbar perfekten Person, getragen von dem schweren, äußerst düsteren Gitarren-Riff.

After her I quit girls.

Die besten Anti-Lovesongs Nr. 03. // The Smiths – Last Night I Dreamt That Somebody Loved Me

Eine Anti-Lovesong-Liste ohne mindestens ein Stück von Morrissey wäre doch ein Witz, oder? Unsere Auswahl “Last Night I Dreamt That Somebody Loved Me” vom letzten Smiths-Album “Strangeway, Here We Come”. Sowohl Johnny Marr als auch Morrissey bezeichnet den Song als ihren Lieblingssong. Gecovert wurde die düstere 80s-Ballade unter anderen schon von Eurythmics und The Last Shadow Puppets.

Last night I dreamt that somebody loved me.  No hope, no harm. Just another false alarm.

Die besten Anti-Lovesongs Nr. 04. // Tocotronic – Ich möchte irgendwas für dich sein

Was in den Achtzigern die Smiths für viele Jugendliche in Großbritannien und anderen Teilen der Welt waren, waren in den Neunzigern Tocotronic in Deutschland. Ein Sprachrohr für verzweifelte Teenager, die nach einem passenden Ort für sich suchen. Das verzweifelte, fast acht Minuten lange “Ich möchte irgendwas für dich sein” vom dritten Album der Hamburger Band ist da, das perfekte Stück.

Ich möchte irgendwas für dich sein. Am Ende bin ich nur selbst.

Die besten Anti-Lovesongs Nr. 05. // Another Sunny Day – You Should Be All Murdered


Klickt mal auf Play. Zu 100 Prozent denkt ihr am Anfang an eine ganz andere Band. Aber es sind nicht The Smiths, sondern Another Sunny Day. Die Londoner Indie-Band hatte Ende der Achtziger mit “You Should Be All Murdered einen kleinen Hit zu verzeichnen, konnten aber nie den ganz großen Durchbruch verzeichnen. Mit diesem Stück schrieb sich Sänger und Songwriter Harvey Williams all seinen Frust von seiner geschundenen Seele.

One day, when the world is set to rights, I’m going to murder all the people I don’t like.

Die besten Anti-Lovesongs Nr. 06. // Alex Lahey – You Don’t Think You Like People Like Me

Alex Lahey – einer unser Lieblinge des letzten Jahres. Ihr Song “You Don’t Think You Like People Like Me” erschien auf der EP “B-Grade University” und war wahrscheinlich die Initialzündung für ihre Karriere. Ein wahrer Indie-Rock-Banger über das Abgewiesen-Werden von der angehimmelten Person aber auch über die (Nicht-)Akzeptanz von Homosexualität. Alex selbst bezeichnet den Song als “happy-sad”. Eine euphorische Melodie trifft auf einen melancholischen Text. Äußerst sehenswert ist auch die akustische Version des Songs.

But in the morning, through your sleepy eyes, you tell me that I’m not for you.

Die besten Anti-Lovesongs Nr. 07. // Daughter – No Care

Eigentlich der mit Abstand untypischste Daughter-Song. Eine Upbeat-Nummer von den Meistern der Melancholie. Elena berichtet auf ungeschönte, sehr direkter Art und Weise von ihren Beziehungsproblem bis zu dem Moment, wo ihr einfach nur noch alles egal ist.

But we are like broken instruments, twisted up and wheezing out the runnels.

Die besten Anti-Lovesongs Nr. 08. // Isolation Berlin – Herz Aus Stein

Eigentlich war die ganze EP-Sammlung “Berliner Schule / Protopop” und die darauf folgende LP “Und aus den Wolken tropft die Zeit” ein ganzes, großes Trennungsalbum. Mit der Wilhelm-Hauff-Referenz “Herz aus Stein” findet das ganze einen verbitterten Höhepunkt. Aber irgendwie hat doch jeder schon Mal so gefühlt?

Wenn sich ein junges Liebespaar die ew’ge Treue schwört, im Glauben, dass der schöne Rausch ein ganzes Leben währt, dann grinse ich voll bitt’rem Hohn still in mich hinein

Die besten Anti-Lovesongs Nr. 09. // Crystal Castles – Not In Love

Für mich der Höhepunkt des Spätwerks von Robert Smiths. Der The-Cure-Sänger lieh dem Elektro-Pop-Duo Crystal Castles für den Song “Not In Love” seine Stimme und schaffte damit ein wahres Meisterwerk. Doch was viele nicht wissen. Eigentlich handelt es sich hierbei um ein Cover. Das Original des Anti-Lovesongs erschien im Jahr 1983 von der kanadischen New-Wave-Band Platinum Blonde.

And we were lovers. Now we can’t be friends.

Die besten Anti-Lovesongs Nr. 10. // Pist Idiots – Fuck Off

Die wohl mit Abstand unbekannteste Band aus unserer Reihe – Pist Idiots. Die Vier-Mann-Post-Punk-Kombo aus Sydney supportet aktuell Shame auf ihrer Australien-Tour. Ihre erste Single “Fuck Off” erschien letztes Jahr. Ein äußerst wütender Garage-Kracher.

You said fuck off. You said fuck off.

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Hi, ich bin Jonas ...

und seit frühester Kindheit großer Musikfan. Angefangen mit den väterlichen Platten der Beatles, entdeckte ich später Oasis und die Arctic Monkeys. Seitdem laufen wöchentlich die neuesten Indie-Songs durch meine Kopfhörer. Ab und zu sogar nicht-britisch und ohne Gitarre. Wenn ich nicht gerade auf Konzerten bin, schreibe ich meine Masterarbeit oder versuche Gitarre spielen zu lernen. Hilfe gerne willkommen!

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