MS MR in der Kantine am Berghain

von am keine Kommentare
Unverhofft kommt oft und überrollt uns mit einem Abend purem „geflasht Seins“.
In einer Spontanaktion haben wir die geniale Chance bekommen, bei dem exklusiven Showcase von MS MR am 4. Juni 2015 in der Kantine am Berghain dabei zu sein.
©Daniela Jeschkeit

©Daniela Jeschkeit

Pünktlich zum neuen Album „How Does it Feel“, sind die beiden New Yorker für einen exklusiven Showcase an ihren „favourite place in germany“, die Kantine am Berghain Berlin zurückgekehrt. Ihre Mission: keiner verlässt die Location ohne völlig elektrisiert zu sein – und das haben sie geschafft!

Kaleida – die Bühne gehört uns!

Dass der Abend grandios wird, konnte man schon an der definitiv hörenswerten Vorband Kaleida erkennen. Kaleida sind zwei Mädels aus UK, die es verstehen sich auf der Bühne zu präsentieren und mit Spaß ihre Musik unters Volk zu bringen. Dass der Raum nur halb gefüllt war, störte nicht. Die beiden haben die Bühne gerockt und das Publikum animiert mitzumachen, mit Erfolg.

Kaleida_Berghain_Kantine_Daniela_Jeschkeit_03

©Daniela Jeschkeit

Von Song zu Song wurde die Stimmung ausgelassener. Musikalisch passte Kaleida mit ihrem melodischen Eletronic Indie Pop auch sehr gut zu MS MR, was der ganzen Atmosphäre den letzten Schliff gab. Alles perfekt also für den nachfolgenden Hauptact.

We make you sweat!

Oder vielleicht doch eher „you make us sweat“. In andere Worte kann man die knappe Stunde in denen Lizzy Plapinger aka MS und Max Hershenow aka MR nicht nur die Bühne regierten, kaum fassen. Denn pünktlich gegen 22 Uhr legten beide in der nun ordentlich vorgeheizten und vollkommen gefüllten Kantine los. Langeweile – Fehlanzeige! Selten kann man ein Konzert erleben, bei dem die Künstler es derart drauf haben, das Publikum mitzureißen, mit einzubeziehen und das alles mit einer gehörigen Portion Humor zu verbinden. Spätestens nachdem Mr. Max einen Roadie mit den Worten “Can you give me a towel, I need to wipe off my sweat from my keyboard“ rief, war das letzte Eis bis in die hinteren Reihen gebrochen.

Heiß, heißer Lizzy Plapinger

Ebenso kam das Publikum gehörig ins Schwitzen. Vor allem Ms. Lizzy überzeugte nicht alleine mit ihrem heißen Outfit. Im Grunde strahlt ihre gesamte Person eine dermaßen faszinierend mysteriöse Energie aus, sodass man alles Andere um sich herum vergisst. Und genau das konnte man von Song zu Song beobachten. Hat man MS MR einmal erlebt, könnte man sogar glatt wagen folgendes zu sagen: “Miss Welch, ziehen Sie sich warm an…!”

Kaleida_Berghain_Kantine_Daniela_Jeschkeit_03

©Daniela Jeschkeit

Zweites Album und es geht noch besser…

Warm anziehen kann sich zusätzlich die gesamte Indie Electronic Szene, denn nach ihrem hochgelobten ersten Album „Second Hand Rapture“ ist das am 17.Juli 2015 erscheinende zweite Album von MS MR „How Does it Feel“ eine Nummer größer. In der Kantine konnten wir vorab einige Songs davon genießen. Wer schon an „Painted“, der ersten Auskopplung, gewisse Züge einer Weiterentwicklung erkannt hat, wird bei „How Does it Feel“ sichtlich auf seine Kosten kommen. Deutlich mehr Drums geben der neuen Platte einen stärkeren Tiefgang, der absolut tanzbar ist und ins Ohr geht.

Geflasht!

Zum Höhepunkt spielten die Zwei natürlich ihren Megahit „Hurricane“ und brachten damit alle Anwesenden in Ektase. Keiner stand still. Selbst nach dem Konzert war man teilweise noch völlig benommen.

Ich bin irgendwie noch voll geflasht. Was für ein herausragendes Konzert und die hat vielleicht Energie! Ich kann nicht mehr. Wie ein Exklusivkonzert, so intim, unglaublich. Ich bin geflasht!

Die Worte einer überzeugten Konzertbesucherin. Mehr brauch es dann auch nicht mehr, außer: gut zusammengefasst, liebe Unbekannte.

Freuen wir uns also auf den Record Release von „How Does it Feel“ am 17. Juli. Von da an können wir uns erneut immer und überall in das akustische Paralleluniversum von MS MR begeben. Wer sich gerne live dem hypnotisierenden Gefühl hingeben möchte, hat beim ersten Lollapalooza Berlin am 12.-13. September 2015 die nächste Gelegenheit.

Text: Daniela Jeschkeit

Vielen Dank auch an Lisa Ducret, ohne dich wäre das nicht möglich gewesen – tamusegueule.wordpress.com

vorheriger EintragSo wars bei Coasts im Magnet Club Berlin nächster EintragFête de la Musique 2015 - Die 5 heißesten Spots in Berlin

Hi, ich bin Dani ...

Mein Leben ist bestimmt vom Zufall. Durch Zufall hab ich herzmukke gefunden. Zufällig liebe ich Musik und Schreiben. Und wie der Zufall es so wollte, mache ich jetzt beides, also so in etwa. Keine Musik, aber Schreiben über Musik und für herzmukke. Was ich sonst noch mache...Tagträumen und Musikhören. Zwischendurch schreiben, vermutlich über diese Tagträume, oder Musik, oder über Werbung, oder etwas ganz Anderes. Herzenssache einfach <3

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *