Death Cab For Cutie

Die Indie Pop Lieblinge aus den USA

Death Cab For Cutie sind Benjamin Gibbard, Nicholas Harmer und Jason McGeer. Sie sind bekannt für ihren träumerischen, teils zerbrechlichen Indie und gehören zurecht seit Jahren zu den ganz Großen Ikonen des Indie Rock.
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© DCFC/ FKP Scorpio

Bis Ende 2014 gehörte noch das Mastermind Christopher „Chris“ Walla zur Band, welcher sich nach über 17 Jahren gemeinsamer musikalischer Geschichte von der Band trennte. Death Cab For Cutie kommen aus Bellingham einer wunderbaren 80.000 Einwohner Stadt im Staat Washington, direkt an der Küste zum Pazifischen Ozean. Von Alternative bis Pop Rock wird Death Cab For Cutie in so ziemlich jede Schublade gezwängt, die man so finden kann.

Wir finden, Death Cab For Cutie sind längst eine der Ikonen des Indie und mit bald 20 Jahre bestehen lebendes Vorbild für viele nachkommenden Indie Bands. Dabei dauerte es vermeintlich lange, bis die Band um Benjamin Gibbard tatsächlich so richtig berühmt wurde.

You Can Play These Songs With Chords – Das Death Cab For Cutie Debüt als Tape

Die Geschichte Death Cab For Cuties kam so richtig ins Rollen, als Benjamin Gibbard ein Tape mit dem Namen „You Can Play These Songs With Chords“ aufnahm. Die Resonanz war derartig gut, dass sich Gibbard entschloss die Band Death Cab For Cutie zu gründen. Mit Nick Harmer und Chris Walla fanden sich neben Gibbard bis zuletzt drei von vier Gründungsmitgliedern der Band in der Urformation wieder. Für Ihre Live-Shows haben sie allerdings häufig befreundete Musiker mit auf der Bühne um ihren Songs, die auf Platte häufig sehr fragil und zerbrechlich wirken, mehr Größe verleihen zu können. In den folgenden Jahren veröffentlichen Death Cab For Cutie die Alben:

  • You Can Play These Songs With Chords (1997)
  • Something About Airplanes (1999)
  • We Have The Facts And We’re Voting Yes (2000)
  • The Photo Album (2001)

Als ihr eigentliches „Debüt“ gilt „Something About Airplanes“, da Gibbard „You Can Play These Songs With Chords“ ursprünglich selber produziert hatte. Allerdings wurde die Platte abermals unter dem Namen Death Cab For Cutie veröffentlicht. Die US-amerikanischen Medien überschlugen sich bei der Veröffentlichung von „Something About Airplanes“ regelrecht. Die neuen Helden des Indie Pop waren geboren. Spätestens aber mit „The Photo Album“ gelang der Band in den USA der vollkommene Durchbruch. Songs wie „A Movie Script Ending“ und „Styrofoam Plates“ sind moderne Klassiker des Indie Pop und immer noch einige der größten Songs in der Diskografie von Death Cab For Cutie. Kurz nach der Veröffentlichung von „The Photo Album“ trennten sich die Wege der Band von Nathan Good.

Death Cab’s Durchbruch – “The Sound Of Settling”

Als Ersatz für den Etatmäßigen Drummer Nathan Good kam Nicholas McGeer zu Death Cab For Cutie und mit Ihm zog auch der kommerzielle Erfolg der Band in den USA und Teilen Europas ein. Das erste Album bei dem McGeer mitgewirkt hat war nämlich kein anderes als „Transatlanticism“. Auf ihm befinden sich wohl der vermutlich größte Song den Death Cab for Cutie jemals geschrieben und komponiert haben – „The Sound Of Settling“ – aber auch „We Looked Like Giants“ und „A Lack Of Color gelten längst als Meilenstein in der Historie von Death Cab For Cutie. In den Jahren danach folgten weitere Alben mit zunehmendem Erfolg:

  • Transatlanticism (2003)
  • Plans (2005)
  • Narrow Stairs (2008)
  • Codes And Keys (2011)
  • Kintsugi (2015)

Insbesondere „Narrow Stairs“ und „Codes And Keys“ beschreiben den Wandel der Band mit mehr elektronischen, synthie Einflüssen bis hin zu traditionellen 8-Minuten Songs. Gerade den Fans der allerersten Stunden stieß dieser „Stilwechsel“ sauer auf. Allerdings gibt der Erfolg der Band Recht. War „Transatlanticism“ zumindest in den USA kurzfristig in den Charts, schaffte es „Plans“ schon bis auf Platz 4 in den US Billboard Charts. „Narrow Stairs“ und „Codes And Keys“ sind die bis dato erfolgreichsten Alben und sind sogar besser platziert gewesen als das aktuellste Album „Kintsugi“.

We Are The RhoadsClient: death cab for cutie

©DCfC/Atlantic

Kintsugi – Death Cab For Cutie wissen, zerbrochenes muss geflickt werden

Das in 2015 erschienen Album „Kintsugi“ (eine Japanische Technik zerbrochene Schalen wieder zusammenzufügen) ist nicht nur das bereits 8.te Album von Death Cab For Cutie sondern auch das Album was man auf ewig mit dem Split zwischen Benjamin Gibbard und Chris Walla. Insider munkeln bis zuletzt, dass es zwischen den beiden Freunden interne Probleme geben sollte. Das offizielle Statement lautet, dass Chris Walla mit Death Cab For Cutie erreicht hat was er erreichen wollte und von nun an neue Wege bestreiten möchte. Dabei hört man auf dem neuen Album Kintsugi Gibbard stellenweise von Dingen singen, die noch nicht finalisiert wurden und Problemen die nicht geklärt sind. Was genau zwischen Walla und Gibbard stattgefunden haben muss, wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben.

Death Cab for Cutie bleiben auch ohne Christopher Walla wer sie sind

Nichts desto trotz gelingt es Death Cab For Cutie mit dem nur teilweise von Christopher Walla und teilweise von Nick Costey produziertem Album „Kintsugi“ weitere Erfolge einzuheimsen und auch bei uns in Deutschland immer mehr Fans für sich zu gewinnen. Bei ihren letzten Deutschlandshows, die u.a. in Köln und Berlin stattfanden, bespielte man noch die etwas kleineren Hallen und Festivals. In diesem Jahr durften sich Death Cab For Cutie unter anderem auf dem Hurricane und Southside Festival 2015 beweisen, kommen am 06 und 07 November an die Ostsee zum Rolling Stone Weekender und spielen dann auch noch eine kleine Tour mit einem Konzert im Berliner Huxleys. Das Huxleys ist bekannt für seine umwerfende Location und fasst in etwa 3000 Zuschauer. Death Cab wachsen also gemächlich über die Jahre hinweg und klingen stets größer als es die Locations, in denen ihre Shows stattfinden sind. Charmant!

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